Italien: Hundestrand Bau Bau Beach (Venezien) – ein Paradis!

Mit Hundestränden ist es ja so eine Sache. Oft sind das eher drittklassige Kieselbetten mit ein bisschen Wasser davor, dreckig und stinkig, an denen man sich als Mensch nicht so gerne aufhalten will. Aber wir haben ihn gefunden: Einen entzückenden Hundestrand, an dem sich mit dem eigenen Hund unvergessliche Urlaubserinnerungen kreieren lassen.

Wir haben sie abgearbeitet, unsere italienische To-Do-Liste dieser Tage: Pizza essen, Eis schlecken, Venedig besuchen. Was jetzt noch fehlt: Ein Tag Urlaub am Strand mit Hund – klar. Aber das ist nicht ganz so einfach.

Jetzt zur Sommerferienzeit sind Hunde am Strand in den allermeisten Ländern und Orten verboten oder mindestens unerwünscht. Dafür sind die klassischen Hundestrände oft völlig überlaufen und noch dazu nicht besonders schön. Weder etwas für unsere Nerven und Badebedürfnis, noch für Motzi, der Hundemassen einfach nicht vergnüglich findet.

Hundestrand in Jesolo, Venezien

Ein Zufall führt uns zum „Bau Bau Beach“, dem Hundestrand in Jesolo, mit dem Auto rund eine Stunde von Venedig entfernt. Wir nutzen einen öffentlichen Parkplatz ganz in der Nähe und riskieren es ohne Parkschein zu parken. (Im Gegensatz zu unserem Park-Malheur in Triest geht das hier gut aus…) Leben am Limit!

Nach kurzem Fußmarsch kommen wir an die Strandpromenade und folgen den Schildern. Vor- und hinter uns laufen bereits Hunde an der Leine denselben Weg ab. Ein Info-Schild auf dem Weg versetzt uns erstmal in grübeln: Eine ellenlange Liste an Zutrittsanforderungen inkl. Gesundheitszeugnis, aktueller Impfung, Chip, Floh- und Zeckenhalsband und so weiter und so weiter. Kurz darauf stellt sich aber heraus: Alles nur Bürokratie. In der Praxis fragt und guckt niemand nach.

Sommer, Sonne, Strand satt: Und natürlich das Gefühl von Freiheit!

Sommer, Sonne, Sonnenschein – mit Hund!

Wir stapfen erstmal ans Wasser, das jetzt, Anfang Juli, auch für Menschen eine angenehme Wassertemperatur bietet. Hier dürfen die Hunde auch ohne Leine rennen, spielen, schwimmen und durch die Wellen jagen.

Im Strandbereich der Liegen sollen die Hunde angeleint bleiben. Das macht Sinn. Und insgesamt ist der Umgang der Hunde und Menschen hier miteinander sehr harmonisch und sozial. Wir beobachten weder zwischen Zwei- noch Vierbeinern Streit.

Allerdings hatte Motzi in Venedig bereits einen langen Tag und wir halten ihn etwas fern von den wilden Spielereien… seine Toleranz ist für den heutigen Tag schon aufgebraucht. 😀

Luxusliegen, Sonnenliegen, oder nur mal schwimmen?

Am kleinen Holzhäuschen der Strandbetreiber lassen wir uns kurz das Preissystem erklären.

Der Hundestrand liegt inmitten des „ganz normalen“ Strandbereichs. Das heißt: Wasser-, Bade- und Strandqualität unterscheiden sich nicht von dem, was Besucher ohne Hund geboten bekommen. Top!

Eine der hochpreisigeren Sonnenliegen in Reihe 1, direkt am Wasser. Hunde dürfen die übrigens mitbenutzen! 😉

In der ersten Reihe gibt es dicke Luxusliegen mit weich gepolsterten Gummimatten, danach Reihen mit normalen Sonnenliegen- und Schirmen. Obwohl uns soetwas sonst eher abschreckt, ist es hier wirklich in Ordnung. Der Platz zwischen den Liegen ist groß gesteckt, so dass genug Freiraum ist um sich auszubreiten. Selbstverständlich auch für den Hund, der hier natürlich mit darf. (Und den man auf vielen Liegen der Besucher auch schlafen sieht… ;))

Wer seinen Hund im abgetrennten Hundeschwimmbereich nur mal eine Runde drehen lassen will, zahlt 5€ und darf dafür 60 Minuten bleiben.

Wer einen Tag bleiben möchte, zahlt je nach Reihe einen Fixpreis und erhält dafür zwei Liegen inkl. Sonnenschirm.

Als Eintrittskarte dient ein ausgehändigtes Bändchen, welches am Halsband des Hundes angebracht werden muss.

Links die Preise zusammengefasst – rechts die Preisübersicht des Strandbetreibers.

Eine Minute mit uns am Bau Bau Beach:

Hier in unserem kurzen Imagevideo vom Tag am Meer kannst du dir einen ersten Eindruck vom Hundestrand und der Umgebung machen. Wer hier kein Fernweh kriegt…

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Video-Link: https://youtu.be/_Q7plr59ULs

Lohnt sich der Besuch?

Auf jeden Fall! Und jeder, der irgendwie Nahe Venedig unterwegs ist oder hier in der Gegend unterkommt, sollte unbedingt vorbeikommen.

Der Eintritt ist zwar nicht kostenlos, der Service am Strand aber toll und der Bereich selbst ein Traum. Seidig weicher Sandstrand, sauberes Wasser mit flachem Einstieg, bequeme Liegen, flexible Sonnenschirme und, vor allem, die Erlaubnis deinen Hund wirklich überall mithinzunehmen.

Hier ist er nicht nur geduld oder dabei, sondern mittendrin. Gemeinsam Urlaubserinnerung mit dem eigenen Hund erschaffen, genau das kann man hier. Und wer keine Lust auf das Spielen mit anderen Vierbeinern hat, findet in den hinteren Reihen bei den Liegen auch absolute Ruhe.

Wir waren an einem Donnerstagnachmittag Anfang Juli da und der Strand war alles andere als überlaufen. Auch das sorgt für eine besonders entspannende Atmosphäre. Cafes, Restaurants und Shops gibt es in Laufnähe.

Der Bau Bau Beach Hundestrand in Venezien nochmal im Überblick:

 

    • 5€ für 60 Minuten Schwimmspaß – oder zum Fixpreis zwei Liegen inkl. Sonnenschirm für den ganzen Tag buchen

 

    • Am Wasser Leinen los, an den Liegen Leinenpflicht

 

    • Dein Hund sollte natürlich gesund, geimpft und sozial verträglich sein. Tatsächlich überprüft wird das aber nicht.

 

    • Eine klare Besichtigungsempfehlung! Der Strand ist sauber, schön und bietet genügend Platz und Freiraum ohne Touristenmassen.

 

 

Urlaubsfeeling deluxe unterhalb im Schatten der Strandliege von Herrchen. #läuftbeimir
Ok, noch ein Foto mit verträumten Blick in die Ferne…

Wir hätten am liebsten verlängert, so sehr haben wir unsere Sonnenliegen, das Buch lesen und plantschen im Wasser genossen. Motzi fand ein ruhiges Plätzchen unter der Sonnenliege im Sand, von dem aus er die anderen Hunde gut im Blick behalten konnte. 😀 Das war für ihn definitiv auch ein Highlight.

Was für ein Strandbesucher ist dein Hund? Sonnenanbeter? Wasserratte? Oder am liebsten weit weit weg von Sonne und Wärme?

Tamara lebte von Kindesbeinen an mit Hunden zusammen, schlug zwischenzeitlich sogar einmal die Karriere als Tierarzthelferin ein, gründete und leitete zwei Tierschutzvereine und ist natürlich selbst Hundebesitzerin. Wenn sie nicht irgendwas-mit-Hunden oder irgendwas-mit-Medien macht ist sie am liebsten auf Reisen – mit Hund, versteht sich.

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