Italien: Smaragdgrün und sau schön – der Raibler See!

Auf meiner Wunschliste stand schon seit Jahren der Besuch eines Bergsees. So einer zwischen nebeligen Bergwipfeln, mit türkisblauem, glasklaren Wasser und unberührter Natur. Die komplette Kitschkiste also. Ob die sich nun am Lago del Predil wirklich bewahrheitet hat und ob sich eine Reise hierhin auch für dich lohnt, kannst du hier nachlesen.

Als Kind war ich mir ziemlich sicher, dass ich Meerjungfrauen-Gene mitbekommen habe. Optisch mittlerweile auch haarfarbentechnisch nicht mehr so weit weg von Arielle, ist das Wasser seit jeher mein allerliebstes Element. Und je älter ich werde, desto entspannender und wohltuender erscheint es mir, nichtstuend an irgendeiner Form von Wasser zu sitzen. Selbst ein Planschbecken zu meinen Füßen kann meinen Wohlfühlfaktor schon beachtlich heben. Oder, wie vor wenigen Tagen, eine Bilderbuchhafenstadt wie Triest.

Zwischen Italien, Österreich und Slowenien

Meine Erwartungshaltung ist also entsprechend groß als wir morgens in unser verlässliches Autogefährt Ruby steigen und den Weg zum ersten Bergsee meines Lebens antreten. Bisher waren unsere ergoogelten Ausflugsziele hier in Italien jedoch eher eine Katastrophe…

Weil das Gewässer mitten im Gebirge liegt und nur wenige Kilometer von Slowenien und Österreich entfernt ist, hat es gleich noch einige Namen mehr: Für die Italiener ist es der Lago del Predil, für die Slowenen Rabeljsko jezero und für uns einfach der Raibler See. – Easy, oder?

Das Wetter meint es nicht so gut mit uns und auch die Hinfahrt nimmt den Wind aus den Vorfreudesegeln. Neben viel „Nichts“ fahren wir vor allem durch kleine Käffer in den Bergen die verlassen, vernachlässigt und verfallen erscheinen und im Wolken- und Regennebel herbstliche Tristesse verbreiten. Dabei ist es Hochsommer. Und dann auch noch diese maroden Panzer, die wie Denkmäler oder Ausstellungsstücke mitten im Grünen rumstehen…

Hier ist die Welt noch ein guter Ort

Wir parken unbehelligt ganz in der Nähe des Sees, weit und breit kein Mensch zu sehen. (Dafür schon mal Daumen hoch!) Dann geht es zu Fuß ans Ufer.

Und ab hier ist einfach alles fantastisch.

Der Wald der den See umgibt spiegelt sich im Wasser, das wirklich alle Farbtöne zwischen türkisblau und smaragdgrün abdeckt. Romantische, warme Regentropfen tanzen auf der Wasseroberfläche, der Bach rauscht in der Ferne. Die Vogel zwitschern und im absolut ruhigen und kristallklaren Wasser lassen sich kleine und große Fische beobachten.

Auf der anderen Uferseite haben Wanderer ihr Zelt aufgeschlagen. Glücklicherweise weit genug weg, dass wir nichts von ihnen hören. Aber das dunkelblaue Zelt zwischen den grünen Nadelbäumen am weißen Ufer ist trotzdem ein schöner Anblick.

Und auch sonst stört hier wenig was menschgemacht ist: Zwar gibt es eine relativ große Windsurf-Schule, die auch gleich mit Picknick-Verbotsschildern und Parkverbot droht, doch niemand ist da und die Holzhütten weit genug weg vom Ufer, um die malerische Landschaft nicht zu zerstören.

Das beste Plätzchen für idyllisches Schwimmen in der Natur

Während es uns bei leichtem Nieselregeln und 16 Grad ein bisschen zu frisch zum schwimmen ist, erfreut sich Motzi am sauberen Bergwasser und dem gut sichtbaren Boden. (Echtes schwimmen ist ja nicht so seins.) Außerdem entdeckt er, dass es hier Fische gibt – und wir schätzen dass das der Grund für sein „Abtauchen“ ist, wie hier im Video zu sehen.

Komm mit uns eine Minute lang an, um, und in den Raibler See. Achtung: Danach steht er garantiert auf deiner Dinge-die-ich-sehen-muss-Liste! 😉

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Video-Link: https://youtu.be/zTpLdPkH2ko

Ankommen und  offline genießen

Nachdem unsere Fotos und Videos aufgenommen sind, die Zehen ins Wasser gehalten, das Ufer abgelaufen ist, greifen wir uns ein paar der herumstehenden Plastikstühle und setzen uns ans Wasser. (Keine Sorge, wir haben sie später wieder zurückgestellt.) Und machen einfach mal nichts. Kilometerweise Wald einatmen, Nebel beim ziehen beobachten, Fische zählen.

Wenn ich mir für mich und uns alle etwas wünschen könnte, dann wären es eindeutig mehr Tage wie diese.

Alles zum Raibler See im Überblick:

    • Unbedingt vorbeischauen, wenn du dich an der österreichischen-, italienischen-, oder slowenischen Grenze aufhältst

 

    • Hunde sind auch in der Hochsaison erlaubt – zumindest konnten wir keine gegenteiligen Schilder entdecken

 

    • Hier kann man schwimmen, angeln und Windsurfen – aber bitte mit Rücksicht auf die Natur! (Am besten gar nix machen außer genießen…)

 

    • ‚Raibler See‘ in Google Maps eingeben reicht aus um ans Ziel zu kommen

 

    • Es gibt Parkplätze und Parkbuchten rund um die befahrbare Seite des Sees

 

    • Wer Zeit hat – sofern es weiter Richtung Süden / Italien geht – nimmt nicht die Autobahnstrecke, sondern die Land- und Bergstraßen. Hier hat man noch mal eine extra tolle Aussicht auf die Berge rundherum, die man sonst verpasst!

 

    • Wenig bis kein Publikumsverkehr und Stille satt! Zumindest in unserem Fall: Freitagmittag Anfang Juli, allerdings auch bei leichtem Regen und Wolken

Tamara lebte von Kindesbeinen an mit Hunden zusammen, schlug zwischenzeitlich sogar einmal die Karriere als Tierarzthelferin ein, gründete und leitete zwei Tierschutzvereine und ist natürlich selbst Hundebesitzerin. Wenn sie nicht irgendwas-mit-Hunden oder irgendwas-mit-Medien macht ist sie am liebsten auf Reisen – mit Hund, versteht sich.

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