Schweiz: Niagara-Feeling am Rheinfall

Ok, an die Niagara-Fälle reist es sich mit Hund und Auto nicht so schnell. Dafür aber zum Rheinfall, dem drittgrößten Wasserfalls Europa, direkt hinter der Schweizer Grenze. Also auch ein Ausflugsziel für Zwei- und Vierbeiner die gar nicht so weit reisen wollen!

Man mag es gar nicht glauben das hier, hinter dem profanen Eingang aus Mauern inmitten vom Nirgendwo und nur ca. 45 Autominuten von der deutschen Grenze entfernt sich der tosende Rheinfall die Felsenklippen hinunterstürzt. Doch genau dieses versteckte Juwel soll zu unserem Ausflugsziel nach dem Weggang aus Berlin werden.

Die Parkplätze sind jetzt im November noch leergefegt und das touristisch natürlich gut erschlossene Ausflugsziel haben wir schön für uns alleine. Ehrlich gesagt erwarten wir uns auch gar nicht so viel, nehmen den Stopp aber mit weil er so gut auf der Reiseroute liegt. Für diese „lieblose“ Herangehensweise möchte ich mich an dieser Stelle beim Rheinfall entschuldigen! 😀

Nach einem unkomplizierten Ticketkauf – Erwachsene 5 CHF, Hund kostenfrei – schlüpfen wir durch den Eingang.

Und obwohl der Ausblick hier noch gar nicht so toll ist, entfährt mir ein ungehaltenes „WOAH….“. Nicht nur wegen den Wassermengen zu meinen Füßen, sondern auch wegen der Lautstärke. 383’170 herabstürzende Liter tun das nicht gerade leise.

Wir stehen hier auf der Südseite des Rheinfalls, für die es Öffnungszeiten gibt und für die es ein Ticket benötigt.

Außerdem kann das Schloss Laufen besichtigt werden. Das haben wir allerdings nicht getestet und mit meinen hellseherischen Fähigkeiten würde ich behaupten, dass Hunde dort nicht erlaubt sind. 😉

Das Nordufer ist 365 Tage im Jahr frei zugänglich – ohne Ticket, kostenlos, frei. Allerdings ist man auch ein bisschen weiter weg und es fehlen die Plattformen direkt am Wasserfall selbst.

Entertainment rund um den Rheinfall braucht es für uns gar nicht. Hier am frei begehbaren Ufer zu stehen, mal höher, mal gleich hoch mit den Wassermassen ist einfach ein Erlebnis. Und dem runterfallenden Wasser lässt sich problemlos stundenlang zusehen…

Reisehund Motzi blendet die Naturgewalt erfolgreich aus. Etwas merkwürdig kommt ihm das alles schon vor und deutlich interessanter sind natürlich die Artgenossen, die wir auf dem Weg nach oben und unten treffen.

Fit sollten Hund und Herrchen übrigens sein, denn es gibt schon einige Stufen zu bewältigen will man alle zugänglichen Wege ablaufen. Im Sommer ausreichend Wasser nicht vergessen!

Wir hingegen sind dankbar dick eingepackt zu sein – auch wenn Mozart nicht so aussieht. Je nach dem wo man steht wird man nicht nur berieselt, sondern regelrecht beregnet. Und dann auch noch der Regen von oben, ha ha!

1 1/2 Stunden verbummeln wir hier problemlos und können trotz kaltem Wetter den Stopp am Rheinfall nur empfehlen.

Im Sommer gibt es natürlich eines mehr an Rahmenprogramm, u.a. auch eine Bootfahrt zum Felsen in der Mitte – s. Foto hier – aber das ist mit Hund natürlich nicht machbar.

Bei besserem / wärmeren Wetter muss man natürlich auch mit erhöhtem Besuchervolumen rechnen. Die Größe der Parkplätze erzählt nicht gerade von ruhigen Tagen…

Alle Details, Preise, Öffnungszeiten und Tipps zur Anfahrt findet ihr auf der offiziellen Website der Rheinfälle. 

Wer war schon da? Wer will noch hin? Und wie hat es euch gefallen?

Tamara lebte von Kindesbeinen an mit Hunden zusammen, schlug zwischenzeitlich sogar einmal die Karriere als Tierarzthelferin ein, gründete und leitete zwei Tierschutzvereine und ist natürlich selbst Hundebesitzerin. Wenn sie nicht irgendwas-mit-Hunden oder irgendwas-mit-Medien macht ist sie am liebsten auf Reisen – mit Hund, versteht sich.

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